Berührende Begegnungen
Berührende Begegnungen
Große Resonanz fand das 10-jährige Bestehen der Flüchtlingsinitiative im Emschersaal des Rathauses. Mehr als 70 Gäste verzeichnete die ausgelegte Gästeliste. Darunter Vertreter der Parteien, der Verwaltung, der Kirchen und eine Vielzahl von Holzwickeder Bürgern und Bürgerinnen.
Besonders freuten sie die Mitarbeitenden, dass sie so viele Geflüchtete begrüßen konnten. Nicht alle wohnen mehr in Holzwickede. Sie fühlen sich dennoch weiterhin mit ihrem ersten Ankerplatz in Deutschland sehr verbunden. Die Worte des Bürgermeisters, Till Knoche, vermittelten, wie bedeutsam die Arbeit für und mit den Geflüchteten in der Kommune Holzwickede war und ist.
Roswitha Göbel-Wiemers erinnerte in ihrer kleinen Ansprache an die Anfänge und die Weiterentwicklung der Flüchtlingsinitiative. Im Namen aller Aktiven konnte sie feststellen, dass die Begegnungen mit den Flüchtlingen eine große Bereicherung bedeutet. Bei allen Problemen, die es natürlich auch in den 10 Jahren gab, waren Freude und erfahrene Dankbarkeit bei den Neuankömmlinge ein riesiges Geschenk.
Zum Schluss brachte sie als Wunsch zum Ausdruck, dass Holzwickede weiterhin so aufgeschlossen sein möge wie in den letzten Jahren und rief auf, politisch und gesellschaftlich wach zu bleiben, wenn es darum geht, die Menschenrechte aller Menschen zu achten und zu verteidigen. Wie sehr die Geflüchteten eine gesellschaftliche Bereicherung sind, wurde bei der anschließenden Gesprächsrunde deutlich, die Friedhelm Nusch mit ihnen führte. Sie konnten davon berichten, wie sie beruflich erfolgreich Fuß gefasst haben und wie dankbar sie die ihnen gebotenen Chancen genutzt haben.
Mohammad M. konnte in typisch blumiger, arabischer Erzählweise seinen Werdegang zum heute selbständigen Umzugsunternehmer schildern. Alle Interviewpartnerinnen trafen auf aufmerksame Zuhörerschaft, die ihnen mit ihrem Applaus Anerkennung zollten. Anschließend gab es im Foyer bei einer kleinen Stärkung intensive Gespräche. Hier fielen sich so manche Geflüchtete und Mitglieder der Flüchtlingsinitiative beim Wiedersehen in die Arme.
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